

Kultur braucht Freiheit. Freiheit braucht Kultur.
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Was bisher geschah
Drei Buchhandlungen wurden vom Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen. Die Entscheidung löste eine bundesweite Debatte über Kulturpolitik, Meinungsfreiheit und staatlichen Einfluss auf Kulturförderung aus. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:
„So schaffen sich Behörden rechtsfreie Räume" – Anwältin Voigt über den Verfassungsschutz
Der Verfassungsschutz schaffe sich durch seine Einstufungen selbst die Grundlage für seine Beobachtungsaktivitäten — und arbeite dabei nicht transparent. Das sei besonders problematisch, wenn sich daraus Rechtsfolgen ergäben: „Eine Behörde darf nicht einfach sagen: Wir wissen auch nicht genau, was vorliegt, aber wird schon stimmen."
Weimer stehe für ein Kulturverständnis, das staatskritische Kunst von der Förderung ausschließe: „Er will eine Art Staatskunst fördern: Der Staat ist gut. Alles ist gut. Wir sind dankbar. So ein Kulturbegriff legt selbst die Axt an die Verfassung an."
Der Artikel ist einer der bisher schärfsten juristischen Beiträge zur Debatte. Er zeigt: Der Fall ist längst kein Streit über einen Buchhandlungspreis mehr, sondern eine Grundsatzfrage über die unkontrollierte Macht des Verfassungsschutzes im demokratischen Rechtsstaat.
Noch ein Laden auf der Liste: Schanzenbuchladen Hamburg ebenfalls vom VS durchleuchtet
Besonders brisant: Der Vorgang geht offenbar auf eine Anfrage der AfD im Bundestag zurück. Die Partei hatte im Herbst wissen wollen, ob der Bundesregierung bekannt sei, dass die Buchhandlung „enge Verbindungen zur linksextremistischen Szene" unterhalte. Staatssekretär Christoph de Vries antwortete, die Buchhandlung habe dreimal je 7.000 Euro Preisgeld erhalten — und fügte dann hinzu: „Wegen der dem Bundesamt für Verfassungsschutz vorliegenden Erkenntnisse wird die Buchhandlung im Schanzenviertel keine weiteren Bundesmittel erhalten." taz
Das bedeutet im Klartext: Selbst wenn eine unabhängige Jury die Buchhandlung erneut auszeichnen wollte, käme es nicht dazu — aufgrund des Vetos der geldgebenden Behörde. Wetterauer Zeitung Das Muster ist damit nicht nur bekannt, sondern dokumentiert: „Die AfD muss gar nicht mehr selbst regieren", kommentiert Ulrike Steinwarder vom Buchladenkollektiv.
bbk berlin fordert sofortigen Rücktritt Weimers
Deutschlandfunk: „Klima der Angst und Selbstzensur" in der Kulturszene
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Stiftung Kunstfonds: „Allein die Befürchtung schafft Misstrauen"
Weimer greift erneut in Jury-Entscheidung ein: Hauptstadtkulturfonds
Merz stellt sich im Bundestag hinter Weimer
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Die Buchhandlungen
Drei unabhängige Buchhandlungen, die für Vielfalt und kritische Auseinandersetzung stehen.

Zur schwankenden Weltkugel
Eine Buchhandlung in Berlin, die sich für kritische Literatur und kulturelle und demokratische Vielfalt einsetzt.

Rote Straße
Engagierte Buchhandlung in Göttingen mit Fokus auf politische und soziale Themen.

Golden Shop
Bremer Buchhandlung mit einem breiten Sortiment an Literatur, von Graphic Novel bis LPs. Sie organisiert Lesungen und Veranstaltungen und ist Teil der subkulturellen DNA Bremens.
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